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Grabungsprojekt: Schon nach zwei Wochen erste Ergebnisse

schluessel

Zwischenbericht vom Grabungsleiter Harald Rosmanitz (Archäologisches Spessartprojekt):

Am 31. Juli 2017 begann die Arbeitsgemeinschaft „Burg Hauenstein“ mit den Untersuchungen der Burgreste südlich des Hofguts Hauenstein. Beim Freischneiden des Hügels stießen die Ausgräber auf bereits vor 1930 freigelegte Fundamente. Diese wurde in Teilen gesäubert. Sie liefern erste Anhaltspunkte über die Dimensionierung und Binnengliederung der Burg. Von den Ausgräbern des 19. und 20. Jahrhunderts unberührt erwies sich die Südwestecke. Zahlreiche freiwillige Helfer trugen dort in den letzten beiden Wochen bei durchwachsenem Wetter die auflagernden Schuttschichten Stück für Stück ab. Daneben galt es, mächtige Wurzelstöcke zu beseitigen. Schon in den ersten Tagen der Arbeiten fanden wir etwa einen halben Meter unter dem Humus die Südostecke einer 160 cm breiten, doppelschalig aus vor Ort verfügbaren Steinen errichtete Mauerecke. Das noch in einer Höhe von über drei Meter erhaltene, aufgehende Mauerwerk war von Bauschutt bedeckt. Hauptsächlich setzte sich dieser aus den vor Ort belassenen Mörtel- und Steinresten zusammen, die beim Abbau der Burg im Jahre 1405 nicht abtransportiert wurden. Da der vor Ort gebrochene Stein sich nicht dafür eignete, besonders repräsentative Baudetails wie die Mauerecken oder die Einfassungen von Türen und Fenstern daraus anzufertigen, kam in diesen Bereichen fein zugerichteter Sandstein zum Einsatz.

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Gemarkungswanderung 2017

00135 Interessierte hatten sich am Oberschurer Drachenbrunnen eingefunden, um an der vierten von insgesamt fünf Gemarkungswanderungen teilzunehmen, zu dem das Bügerforum Krombach eingeladen hatte. Wie angekündigt ging es schon am Anfang durch recht unwegsames Gelände im Wald. Steilen Abstiegen folgten sofort auch wieder steile Aufstiege. Rüdiger Bemsel, Feldgeschworener von Krombach, der dieses Mal die Tour für den erkrankten Toni Glaab übernahm, ersparte es der Gruppe des Öfteren, den Weg „haargenau“ abzulaufen, indem er es selbst auf sich nahm, auf- und abzuklettern, um die Grenzsteine mit seinem mitgeführten Messstab aufzuzeigen. Zu sehen gab es auch einen besonders schönen Grenzstein von 1786 mit dem Wappen des rheinländischen Adelsgeschlechtes Gayling von Altheim, den früheren Besitzern des Hofgut Hauensteins.

008Begleitet wurde die Wanderung auch von dem Feldgeschworenenobmann Karl Wissel aus Mensengesäß, der die Gelegenheit nutzte, die Grenzsteine, die die Gemarkung zu Mensengesäß kennzeichnen, zu orten und etwas freizulegen. Ein Teil der Grenzwanderung verlief entlang des Waldweges von Oberschur nach Mensengesäß, unter dem der Kanal des Zweckverbandes Kahlgrund verlegt wurde. Die Grenzsteine sitzen meist entlang des Baches, der aufgrund des letzten Hochwassers tief ausgespült und deshalb für die Gruppe nicht begehbar war. Teilweise war auch der Ortsverbindungsweg zwischen Hofgut Hauenstein und Mensengesäß gleichzeitig die Grenzlinie zwischen den Gemarkungen Krombach und Mensengesäß. Dass der Radweg zwischen Schimborn und Mensengesäß durch Krombacher Gemarkung führt, ist vielen schon bekannt, da dort aufgestellte Ortsschilder darauf hinweisen.

019Dass Krombach jedoch noch weiter bis zur Kahl reicht, war manchen der Teilnehmer nicht bewusst. Rüdiger Bemsel beendete die offizielle Wanderung an den Bahnschienen der KVG mit dem Hinweis, dass der letzte Abschnitt entlang der Kahl und dann in Schimborn wieder hoch über den Sterzenbach führt. Diese Wanderung findet voraussichtlich im nächsten Frühjahr statt. Fast alle schlossen sich dann dem Angebot an, über den Heuweg an der Burgruine Hauenstein vorbei hochzulaufen und im Reiterstübchen des Hofgut Hauensteins zur Abschlussrast einzukehren.

Susanne Simon
Schriftführerin

Hier gibt es alle Fotos zur Gemarkungswanderung zu sehen...